Potenziale und Herausforderungen partizipativer Forschung im Kontext von Migration

Durchführung im Online-Format

Potenziale und Herausforderungen partizipativer Forschung im Kontext von Migration
Durchführung im Online-Format

In den letzten Jahren erfährt partizipative Forschung mit Menschen aus marginalisierten Lebenslagen wie etwa bestimmte Migrant*innen-Gruppen oder People of Color (PoC) mit Behinderungserfahrungen eine erneut erhöhte wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Partizipative Forschung verspricht ein besonderes Innovations- und Erkenntnispotential: Durch die aktive Beteiligung von Expert*innen in eigener Sache wird soziale Wirklichkeit gemeinsam erforscht, neu begriffen und dabei auch beeinflusst. Partizipative Forschungszugänge eröffnen Möglichkeiten, Fragen nach sozialer Gerechtigkeit der beteiligten Communities aufzugreifen und gesellschaftliche Machtverhältnisse kritisch zu reflektieren – mit dem Ziel, Lösungen datenbasiert, vor Ort und bottom-up zu entwickeln. In der praktischen Umsetzung partizipativer Forschung treten jedoch vielfältige methodische, methodologische und forschungsethische Herausforderungen und Grenzen auf. In dem einführenden Vortrag liegt der besondere Fokus auf diesen Herausforderungen und Möglichkeiten partizipativer Forschung im Kontext von Migration und/oder Behinderung. In der anschließenden Diskussion besteht die Möglichkeit, Fragen an die Dozentin zu stellen.

Call zur Veranstaltung

Dozentin:
Prof. Dr. Hella von Unger, Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Organisator*innen & Kontakt:
Robel Afeworki Abay (robel.abay@hu-berlin.de) und Lena Hettwer (lena.hettwer@hu-berlin.de) für das Graduiertenkolleg „Inklusion – Bildung – Schule“ im interdisziplinären Zentrum für Inklusionsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin

Teilnahme & Anmeldung:
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Allerdings bitten wir alle Interessierten, insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich mit partizipativer Forschung beschäftigen, um eine Anmeldung bis zum 15. Juni per Mail an eine der untenstehenden Kontaktpersonen. Die 50 zur Verfügung stehenden Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben und per Mail bestätigt. Zur Vorbereitung bitten wir den folgenden Text zu lesen:

von Unger, H. (2018). Partizipative Forschung. In: Knoblauch, H., Akremi, L., Traue, B., Baur, N. (Hg.). Handbuch Interpretativ forschen. Weinheim: Beltz, S. 161-182.

Für Rückfragen und weitere Informationen steht Ihnen das Organisationsteam gerne zur Verfügung.