Veranstaltungen

Das ZfIB bietet jährlich verschiedene klein- und großformatige Veranstaltungen zu vielfältigen Themen rund um Inklusion/Exklusion für Personen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft an: Tagungen, Workshops, Runde Tische u.a. Mit den Veranstaltungen möchten wir die Möglichkeit bieten, miteinander in Dialog zu treten und sich zu vernetzen, Ressourcen zu entdecken und zu mobilisieren, um gemeinsam Perspektiven für inklusive Entwicklungen in der Gesellschaft zu entwickeln und zu unterstützen.

Wenn Sie regelmäßig über unsere Veranstaltungen informiert werden möchten, abonnieren Sie unseren Newsletter. Falls Sie Ideen für eine Veranstaltung oder ein Veranstaltungsthema haben, freuen wir uns über Ihre Anregungen. Kontakt: zfib@hu-berlin.de.

Jahrestagung des Graduiertenkollegs „Inklusion – Bildung – Schule: Analysen von Prozessen gesellschaftlicher Teilhabe“ im Zentrum für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB)

Inklusion und Teilhabe sind auf vielfältige Art und Weise auf Räume und ihre Grenzen bezogen. Soziale Teilhabe ist immer Teilhabe an
etwas. Ihre vielgestaltigen Erscheinungsformen können nur innerhalb sozialer Bezugssysteme korrekt verortet werden. Und so verbindet die Frage, an welchem Ort, in welchem System oder in welchem Raum sich Ein- und Ausschließungsprozesse jeweils ereignen, verschiedene Stränge der Inklusionsforschung, die ansonsten kaum miteinander in Berührung treten. Zugleich ermöglichend und begrenzend strukturieren die multipolaren Räume der Inklusion den zur Verfügung stehenden Platz in der Gesellschaft.

Ziel der Tagung ist es, aus interdisziplinärer Perspektive eine Topographie der verschiedenen Inklusionsmechanismen und -hindernisse gesellschaftlicher Inklusionsräume zu entwerfen.

Zur Anmeldung

Mitgliederversammlung des ZfIB

Am 05. Oktober 2022 von 10:00 bis 15:00 Uhr wollen wir uns im Vorfeld der Jahrestagung des Graduiertenkollegs mit allen Mitgliedern des ZfIB in Präsenz treffen, um über Perspektiven, Austauschformate und Visionen für die nächsten Jahre zu sprechen.

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Ankündigung für Sie wichtiger Themen unter:

zfib@hu-berlin.de

Veranstaltung des Graduiertenkollegs

Prof. Dr. Andreas Wernet (Leibniz-Universität Hannover)
Freitag, 22.07.2022 12:00-18:00 Uhr
Präsenz @ Humboldt-Universität zu Berlin

Die theoretische Bestimmung des schulischen Sozialraums scheint im erziehungswissenschaftlichen Fachdiskurs bisher nur unzureichend gefasst. Im Rahmen des Werkstattgesprächs wird der schulische Sozialraum aus zwei Perspektiven genauer beleuchtet: So wird aus einer anerkennungstheoretischen Perspektive Sozialraum zunächst als Doppelstruktur, im Sinne einer dynamisch relationalen Anordnung von objektiven und subjektiven Ebenen, betrachtet. In diesem Verständnis werden darüber hinaus Fragen nach Aneignungsprozessen im schulischen Sozialraum und damit nach darin enthaltenen wechselseitigen und widerständigen Praktiken virulent. Unter der Prämisse, dass sich soziale Praxis nicht selbst reproduziert, sondern stets im Zusammenspiel mit gesellschaftlichen Ordnungen hervorgebracht wird, soll die Qualität von Sozialbeziehungen als ein anerkennungstheoretisches Paradigma der Schulkultur reflektiert und im Hinblick auf sein Potential zur empirischen Erschließung einer ressourcenorientierten Adaption des Sozialraums diskutiert werden. Praxistheoretische Perspektivierungen werden somit an professionstheoretische Fragestellungen angeschlossen. Schließlich soll die gemeinsame Arbeit an sozialraumbezogenem Material zu einem (theoretischem) Verständnis von Aneignungsprozessen im schulischen Sozialraum beitragen.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs

Vertr.-Prof. Dr. Matthias Forell (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Freitag, 01.07.2022 12:00-18:30 Uhr
Präsenz @ Humboldt-Universität zu Berlin

Die Theoriebildung im Kontext pädagogischen Handelns steht nicht nur vor der Schwierigkeit, dass der Professionsbegriff als solcher sehr uneinheitlich und randunscharf verwendet wird (auf die Frage, was überhaupt eine Profession sei, hat die ‚klassische‘ Professionssoziologie nie eine verbindliche Antwort geben können); sie steht zusätzlich vor dem Problem, auf dieser unsicheren Theoriebasis sehr heterogene pädagogische Handlungsfelder (z.B.
Schulpädagogik, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik) erschließen zu wollen. Diese Unübersichtlichkeit führt zu einer Hilflosigkeit, die nicht selten durch eine geradezu chaotisierende Begriffsbildung (z.B. „Multiprofessionalität“) bearbeitet und überspielt wird. Ziel dieses Werkstattgesprächs ist es einerseits, zu einem besseren Verständnis dieser Theorieprobleme beizutragen und Perspektiven ihrer Lösung zu diskutieren. Andererseits soll die gemeinsame Arbeit ‚am Fall‘ zu einem materialen Verständnis pädagogischer Handlungsprobleme beitragen, um damit die theoretischen Weichenstellungen empirisch zu justieren.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs

Prof. Dr. Boris Nieswand (Universität Tübingen)
Freitag, 24.06.2022 von 13-18.00 Uhr UND Samstag, 25.06.2022 10-15.00 Uhr
Präsenz @ Humboldt-Universität zu Berlin

Innerhalb ethnografischer Methodendiskussionen herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass Beziehungen, die innerhalb ethnografischer Praxis eingegangen werden, konstitutiv für das darin hervorgebrachte Wissen sind. Im Gegensatz zu positivistischen Ansätzen wird Beziehungsförmigkeit dabei zunächst nicht als Makel verstanden, den es zu ‚minimieren‘ gälte, sondern als zentrale epistemische Ressource und Qualitätsmaßstab ethnografischer Praxis. Gleichzeitig hat sich aber im Rahmen der Debatten um die „Krise der ethnografischen Repräsentation“ (Berg & Fuchs 1993) sowie der Positionalität und Standortgebundenheit von Erkenntnissen (Harraway 1988; Delgado/ Stefancic 2017) eine unbehagliche Hermeneutik des Machtverdachts in der Ethnografie etabliert. Reflexivität gilt in diesem Zusammenhang als eine Art Zauberformel, die die Spannung zwischen Beziehungsförmigkeit als Qualitätsmaßstab guter ethnografischer Praxis und dem Unbehagen an wissenschaftlicher Praxis als relationaler Macht- und Autoritätsausübung überbrücken und moderieren soll. Dies gilt insbesondere für die besonders machtsensiblen Felder der gender studies, der disability studies und der Migrationsforschung. In deren Rahmen wird Reflexivität vor allem im Hinblick auf die intersektionale Selbstverortung der Ethnograf:innen entlang der Dimension ‚race‘, class,ability und gender verstanden  

 

Dieser Vortragsabend ist Teil der Ringveranstaltung des ZfIB und der Dialogreihe HU-Körperdiskurse des Lehrstuhls Pädagogik bei Beeinträchtigungen der körperlich-motorischen Entwicklung (Prof. Dr. Sven Jennessen).

Pädagogischer Takt und Alterität – körperliche Dimensionen der Pädagogik

Pädagogisches Ethos erfordert eine soziale Gewandtheit und ein ganz bestimmtes Fingerspitzengefühl, die auch als pädagogischer Takt bezeichnet werden. Der pädagogische Takt beschreibt solche leiblich-körperliche Erfahrungen, mit denen pädagogisch auf die Selbst- und Weltverhältnisse der Schüler:innen Einfluss genommen werden. Bei den Schüler:innen sollen auf schulische Themen bezogene Interessen und Ambitionen geweckt werden; lernende und unterrichtende Körper und deren Bewegungen verbinden sich im pädagogischen Takt mit Wissen. In diesem Vortrag werden Indikatoren pädagogisch taktvollen Verhaltens dargelegt. Dabei werden Formen sublimer, unfairer Manipulation, und Formen körperlich vermittelter Freisetzung der einzelnen Schüler:innen, eigene Lebensentscheidungen zu treffen, voneinander abgegrenzt.

Mitschnitt der Veranstaltung

 

Zwischen den Bundesländern und innerhalb spezifischer sonderpädagogischer Förderbedarfe variieren die Quoten von Kindern und Jugendlichen, die als besonders förderbedürftig diagnostiziert werden. Die damit verbundenen Vor- und Nachteile werden im Inklusionsdiskurs intensiv besprochen. Immer wieder wird jedoch die konkrete Praxis der Feststellungsprozesse als Forschungslücke benannt. Im Kontext in- und exludierender schulischer Förderorte erforscht die FePrax-Projektgruppe die „Diagnostische Praxis zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs und Bundeslanddisparitäten im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention“. Am 23.03.2022 findet im Projekt FePrax eine digitale Expert*innentagung zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis statt (Vorstellung FePrax: Sina Huschka, Ellen Brodesser und Torsten Dietze, Kommentar: Markus Gebhardt, Universität Regensburg).

Einführend werden Ziele und Funktionen sonderpädagogischer Diagnostik auch unter historischer Perspektive von Vera Moser und Marcus Hasselhorn referiert. Außerdem werden die Projekte InDiVers (Julia Gasterstädt, Katja Adl-Amini) und DaF-L (Kirsten Diehl) aus der MQInkBi-Förderlinie vorgestellt. In zwei moderierten Gesprächsrunden werden wissenschaftliche und praktische Perspektiven der sonderpädagogischen Diagnostik im Zeitalter der Inklusion diskutiert. Eingeladen sind Gäste aus der Wissenschaft (neben den o.g. Projektbeteiligten Thomas Barow, Universität Göteborg) und aus der Praxis (Martina Diedrich, IfBQ Hamburg sowie Beratungsstellenleitungen für sonderpädagogische Diagnostik aus Berlin und Nordrhein-Westfalen). Die Expert*innentagung startet um 14.00 Uhr und endet um 17.30 Uhr. Mitglieder des Zentrums für Inklusionsforschung und Interessent*innen sind herzlich zur Teilnahme an der Tagung eingeladen.

Das detaillierte Programm und den Zugangslink senden wir Ihnen gerne zu. Bitte schreiben Sie bei Interesse an: nele.uhlemann@student.hu-berlin.de. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Netzwerktagung "Schule als Sozialraum im Sozialraum im Kontext inklusiver Schulentwicklung"

Tagungsorganisation von u.a. Lukas Gerhards & Lena Peukert

Sozialraumorientierung hält im wissenschaftlichen Diskurs zunehmend Einzug in Betrachtungen
inklusiver Schulentwicklung. Im Sinne eines weiten Inklusionsverständnisses gewinnen dabei
unterschiedliche Heterogenitätsdimensionen an Bedeutung. In diesem Zusammenhang wird die
Perspektive über Schule und Unterricht hinaus erweitert, wodurch auch der Sozialraum jenseits der
Schule in den Blick gerät.
Die Tagung fokussiert im Kontext inklusiver Schulentwicklung auf das wechselseitige Verhältnis
von Sozialraum und Schule. Vor dem Hintergrund einer sozialräumlichen Erkundung werden diese
Prozesse in ihrer alltagspraktischen Bedeutung diskutiert und eingeordnet.

Das Tagungsprogramm können Sie hier einsehen.

Zentrumsratswahlen

Am 8. Dezember 2021 wählen die Mitglieder des ZfIB den neuen Zentrumsrat. Die Mitglieder des Zentrumsrats werden satzungsgemäß für zwei Jahre für die jeweiligen Mitgliedergruppen gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Der Zentrumsrat tagt mindestens einmal im Semester und entscheidet über alle grundlegenden Belange des Zentrums.

Mehr Informationen zur Arbeit und zu aktuellen Mitgliedern des Zentrumsrats finden Sie hier.

Unter dem Titel „Inklusive Ausbildung durch das Budget für Ausbildung?“ diskutiert der Arbeitsbereich IV „Inklusion im Kontext von Arbeit und Beruf“ des Zentrums für Inklusionsforschung Berlin (ZfIB) die Chancen und Herausforderungen des Budgets für Ausbildung mit ausgewählten Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis.

Für weitere Informationen zu Inhalten und Programm bitte auf "Weiterlesen" klicken.

„Eine schwarze Linie – Haut – ein winziger sich bewegender Mittelpunkt. Scheinbar Unsichtbares transformiert sich – Grenzen verschwimmen mit Körpern und erlauben dem neugierigen Blick ein sich ständig verändertes Zusammenspiel von Begrenzungen – Körpern – und dessen Projektionen”. Die Live-Online-Installation „NOBODYFRAME“ der DIN A 13 tanzcompany beschäftigt sich mit der Diversität von Körpern unter Nutzung von Möglichkeiten moderner Videotechnik. Zunächst wird die Videopräsentation gezeigt. Anschließend wird es ein Gespräch mit der Choreografin und den Tänzer*innen geben.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Ethnografische Forschung taucht tief in die Komplexität sozialer Welten und Ordnungen ein, um diese schreibend durchdringend für andere verstehbar zu machen. In der sozialwissenschaftlichen Community gelten Ethnograf*innen daher als „extensive Schreiber*innen“ (Amann/Hirschauer, 1997: 29; vgl. auch Cloos 2010). Das kreative Potential, welches das ethnografische Schreiben birgt, kennt notwendigerweise keine standardisierte Form. Für ethnografisch Forschende, v.a. solche die sich als „field worker“ verstehen (vgl. Bethmann & Niermann, 2012), stellen sich Fragen nach Form und Ertrag geeigneter textlicher Darstellungen vielmehr immer wieder aufs Neue – dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Ethnograf*innen selbst zum unverzichtbaren Medium ihrer eigenen Analyse werden. 

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Die Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung sieht sich in besonderem Maße mit gesellschaftlichen und bildungspolitischen Erwartungen konfrontiert. Dies zeigt sich in pointierter Form in jüngeren bildungspolitischen Reformbeispielen. So findet im bildungswissenschaftlichen Diskurs seit einigen Jahren zunehmend auch eine Auseinandersetzung mit Transformationsanforderungen die einen inklusiven Unterricht betreffen statt.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Ableism is a system of processes and practices that vary according to time, context and location that forms understandings and tactics of interaction, exclusion, comportment of self as they pertain to humanisation and corresponding hierarchicalisation of life. In this talk I will discuss the complexity of ableist relations in order to refresh the conversation by drawing upon unfamiliar, non-western knowledges to open a new space and lift the dust (aggiornamento) of thinking about human devaluation and development of social capital for minoritised groups. After the talk, participants have also the opportunity to actively engage in a discussion (Q & A session). 

Jahrestagung des Graduiertenkollegs
"Inklusion Bildung Schule: Analysen von Prozessen gesellschaftlicher Teilhabe"
Inklusion gilt als ‚Chiffre’ für weitreichende Teilhabeversprechen, die aktuell in unterschiedlichen Kontexten diskutiert werden (vgl. Dederich 2020, 527). Insbesondere in bildungswissenschaftlichen und bildungspolitischen Debatten wird der Begriff der Inklusion extensiv genutzt. Dabei kommt es regelmäßig zu Überlagerungen normativer und analytischer Ansprüche; Exklusionsprozesse werden nur selten als Widerpart mitberücksichtigt und geraten tendenziell aus dem Blick. Budde und Hummrich (2015, 39) schlagen vor diesem Hintergrund vor, den Fokus auf die Prozessierung von Ansprüchen der Inklusion zu richten und „Relationierung[en] von Universalismus, Individualität und Differenz“ reflexiv zu begegnen.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Die Grounded Theory Methodologie (GTM) gehört im Feld der qualitativen Sozialforschung zu einem der etabliertesten Verfahren und hat aufbauend auf den von Anselm Strauss und Barney Glaser entwickelten Grundlagen im Laufe der Zeit verschiedene Ausdifferenzierungen erfahren. Neben der bekannten Situationsanalyse ist hier vor allem die reflexive Grounded Theory Methodologie zu nennen, bei der die Subjektivität der Forschenden als zentrales Erkenntniselement der Theoriegenerierung reflektiert und nutzbar gemacht wird. Dieser Zugang greift somit wichtige theoretische Grundlagen der GTM auf und arbeitet sie in ihrer methodischen Bedeutung heraus. In dem Werkstattgespräch werden einerseits diese theoretischen Grundlegungen erarbeitet und beleuchtet, um die Bedeutung der Subjektivität der Forschenden methodologisch einzuordnen. Andererseits werden methodische Umsetzungsweisen am Beispiel der Übergangs- und Teilhabeforschung vorgestellt und anhand konkreter Forschungsprojekte diskutiert.

Das o.g. Kamingespräch wurde von Mitgliedern des ZfIB (Arbeitsbereich III) in Zusammenarbeit mit Dr. Christiane Schindler (Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung des Deutschen Studentenwerks) konzipiert. Ziel des Gesprächs ist der Austausch zwischen Dozierenden und Studierenden für gemeinsame Wege in herausfordernden Zeiten

  • Wie erleben Studierende und Lehrende die aktuelle Lehr- und Lernsituation?
  • Auf welche Herausforderungen stoßen sie? Was hat sich bewährt?
  • Was können sie gemeinsam verändern?

Schönheitsideale werden heute von Vertreter*innen der Evolutionsbiologie und der Neurowissenschaften ebenso gewissenhaft verbreitet wie von Expert*innen der Kunstgeschichte und der Gestaltung von Ausstellungen. Journalismus und Schönheitschirurgie, Mode und Filme können sich auf gemeinsame Kriterien ihrer Schönheitsideale kaum einigen. Schönheit ist ein agonaler Begriff, der einerseits auf Regeln, etwa der Proportionen und Maße rekurrieren kann, andererseits auf Ausnahmen, auf das Besondere und Einzigartige. Der kulturelle Wandel der Schönheitsideale folgt daher immer wieder dem Wettstreit zwischen dem Universellen und dem Individuellen.

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Bildung wird darin verstanden als Prozess der Transformation grundlegender Figuren des Welt- und Selbstverhältnisses einer Person in Auseinandersetzung mit Krisenerfahrungen, die die etablierten Figuren ihres bisherigen Welt- und Selbstverhältnisses in Frage stellen. Um den Bildungsbegriff theoretisch zu schärfen, bezieht sich Koller auf verschiedene theoretische Ansätze, die es erlauben, den Gegenstand (das Welt- und Selbstverhältnis), den Anlass (die Krisenerfahrung) sowie die Bedingungen und Verlaufsformen des Transformationsgeschehens genauer zu beschreiben. 

Veranstaltung des Graduiertenkollegs
Bildung wird darin verstanden als Prozess der Transformation grundlegender Figuren des Welt- und Selbstverhältnisses einer Person in Auseinandersetzung mit Krisenerfahrungen, die die etablierten Figuren ihres bisherigen Welt- und Selbstverhältnisses in Frage stellen. Um den Bildungsbegriff theoretisch zu schärfen, bezieht sich Koller auf verschiedene theoretische Ansätze, die es erlauben, den Gegenstand (das Welt- und Selbstverhältnis), den Anlass (die Krisenerfahrung) sowie die Bedingungen und Verlaufsformen des Transformationsgeschehens genauer zu beschreiben.